Ein spannender Abend bei der Feuerwehr – Dein Schutz ist unser aller Sicherheit!

Am letzten Freitagabend war unser Feuerwehrdienstabend mal ganz anders. Um 19:30 Uhr ging es los, und das Thema war super wichtig: Sicherheit im Feuerwehrdienst, genauer gesagt: Persönliche Schutzausrüstung (PSA). Kamerad Andreas B. hatte sich etwas Besonderes ausgedacht: eine Frage-Antwort-Runde als PowerPoint-Präsentation auf dem großen Fernseher.

So macht Lernen Spaß: Motivationsbrause für richtige Antworten!

Das Tollste war die Überraschung: Für jede richtige Antwort oder wenn jemand besonders gut mitgemacht hat, gab es eine Flasche „Motivationsbrause“.
Und das Beste daran: Kamerad Andreas hat die alle selbst bezahlt! Da war die Stimmung natürlich super.

Kamerad Mirco L. hatte den Dreh schnell raus und führte mit drei Flaschen. Ein Paar wenige Kameraden haben zwar lieber gestört, aber der Großteil hat sich richtig reingehängt und mindestens einmal eine gute Beteiligung gezeigt. Dieser Abend war wirklich mal etwas anderes als die üblichen Schulungen und hat richtig Lust gemacht, mitzumachen.


Dein Schutz ist unser aller Sicherheit! – Ein Frage-Antwort-Einsatz zur PSA

Hier eine kurze Zusammenfassung, was wir gelernt haben:

1. Eigenschutz: Warum ist er so wichtig?

Wir haben gelernt: Im Feuerwehrdienst ist Eigenschutz das A und O. Denk an ein Flugzeug: Zuerst legst du deine eigene Sauerstoffmaske an. Nur wer selbst geschützt und einsatzbereit ist, kann anderen wirklich helfen. Unsere Persönliche Schutzausrüstung (PSA) ist quasi unsere „Sauerstoffmaske“. Wenn ein Feuerwehrmann verletzt ist, kann er nicht nur nicht mehr helfen, sondern wird selbst zum Notfall, der zusätzliche Kräfte bindet.

2. Was sind die Regeln für unsere PSA?

In Deutschland und Brandenburg regelt die DGUV Vorschrift 49 „Feuerwehren“ unsere PSA. Sie schreibt vor, dass wir passende Ausrüstung bekommen, um uns bei Ausbildung, Übungen und Einsätzen zu schützen.

Zur Mindestausstattung gehören: Feuerwehrschutzanzug, Helm mit Nackenschutz, Schutzhandschuhe und Schutzschuhwerk. Bei besonderen Gefahren gibt es natürlich noch zusätzliche Ausrüstung.

Unsere PSA muss natürlich bestimmten Regeln und Normen entsprechen, wie zum Beispiel der DIN EN 469 für unsere Schutzkleidung. Bevor wir neue Ausrüstung bekommen, wird genau geschaut, welche Gefahren es gibt und welchen Schutz die Ausrüstung bieten muss.

3. Die Ausrüstung im Detail: Was schützt uns?

  • Feuerwehrschutzanzug (Jacke & Hose): Er ist aus feuerfestem Stoff und schützt uns vor Hitze, Flammen, mechanischen Einwirkungen, heißem Wasserdampf, Funken und sogar manchen Chemikalien. Die modernen Jacken haben auch Reflektoren, damit wir bei Dunkelheit besser gesehen werden. Aber Vorsicht: Bei langer Nutzung kann es heiß werden, und nach extremer Hitze muss der Anzug aussortiert werden.
  • Feuerwehrhelm mit Nackenschutz: Er schützt unseren Kopf vor Hitze, Verbrennungen und herabfallenden oder herumfliegenden Teilen. Das Visier schützt zusätzlich vor Hitze, Splittern oder Schaum. Ganz wichtig: Der Nackenschutz muss richtig sitzen, damit er auch wirklich schützt.
  • Flammschutzhaube: Die tragen wir unter dem Helm. Sie schützt Ohren, Haare und Hals. Beim Innenangriff ist sie unverzichtbar, besonders bei gefährlichen Flammenerscheinungen.
  • Feuerwehrschutzhandschuhe: Sie sind feuerfest und schützen unsere Hände vor Hitze, Flammen, Kälte, Säuren und scharfen Dingen. Für technische Hilfeleistungen gibt es spezielle Handschuhe, die besonders beweglich und schnittfest sind. Wichtig: Bei Kontakt mit Blut immer Einweghandschuhe darunter tragen!
  • Feuerwehrschutzschuhwerk: Unsere Stiefel schützen uns vor Feuer, Ausrutschen, Umknicken, Nässe und herabfallenden Teilen. Sie haben eine durchtrittsichere Stahlsohle und eine Stahlkappe. Für vollen Schutz müssen die Hosenbeine über die Stiefel gezogen werden.

4. Zusätzliche Ausrüstung: Wenn's drauf ankommt

  • Feuerwehrhaltegurt und Feuerwehrleine: Der Gurt hilft uns bei der Selbstrettung, wenn der Weg durch Feuer oder einstürzende Wände versperrt ist. Die Leine nutzen wir zum Abseilen aus großen Höhen. Eine Leine hält 1,4 Tonnen, da können wir sogar eine zivile Person abseilen.
  • Atemschutzgeräte: Die brauchen wir, wenn die Luft giftig ist, viel Rauch da ist oder wenig Sauerstoff. Aber Achtung: Es kann immer Defekte geben, und die Zeit, die wir sie tragen können, ist begrenzt.

5. Pflege und Lagerung: So bleibt unsere PSA fit!

Die Pflege und Wartung unserer PSA ist super wichtig, damit sie uns auch wirklich schützt und lange hält. Nach jedem Einsatz muss die Ausrüstung auf Schäden geprüft, gereinigt und getrocknet werden. Schweiß können wir mit lauwarmem Wasser und milder Seife entfernen. Aggressive Putzmittel sind tabu!

Unsere PSA darf nicht in normalen Waschmaschinen gewaschen werden. Das übernehmen spezielle Firmen. Beschädigte oder alte Ausrüstung muss sofort aussortiert werden. Auch nach extremer Belastung, wie einem sogenannten „Flash-Over“, muss die Kleidung weg.

Wichtig ist auch die richtige Lagerung: Saubere und verschmutzte Ausrüstung muss getrennt aufbewahrt werden, um eine neue Verschmutzung zu vermeiden. Die besten Temperaturen zum Lagern liegen zwischen 0°C und 35°C bei einer Luftfeuchtigkeit von 20% bis 60%.


Was sonst noch so los war

Nach dem spannenden Vortrag hat unser Wehrführer Jonny L. noch Fragen beantwortet, Termine und Abläufe geklärt. Außerdem wurden die Geburtstagskameraden des letzten Monats geehrt. Und bevor es in die Sommerpause ging, haben wir den Dienstabend gemütlich bei Grillboulette und Grillwurst ausklingen lassen. Ein rundum gelungener Abend!

Hier kannst du dir die Frage-Anwort Präsentation als PPSX Datei herunterladen.

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